Wege aus dem nächtlichen Gedankenkreisen
Nächte voller Gedanken, die sich unbarmherzig Kreis drehen – viele Führungskräfte und Verantwortungsträger kennen dieses Gefühl nur zu gut. Es ist jene stille Stunde, in der der Kopf auf dem Kissen ruht, aber die Gedanken über die Arbeit, die Entscheidungen oder die eigene Verantwortung nicht loslassen wollen. Doch wie kommt es dazu, und wie können wir einen achtsamen Umgang mit diesen Sorgen finden, ohne uns zusätzlich unter Druck zu setzen?
Das nächtliche Gedankenkreisen
Das nächtliche Grübeln ist mehr als nur ein Schlafproblem. Es ist ein Ausdruck davon, wie sehr uns die anstehenden Themen und Konflikte innerlich beschäftigen. Gerade Führungskräfte, die täglich Entscheidungen treffen und für Teams oder Unternehmen verantwortlich sind, spüren oft die Last ihrer Rolle. Häufig ist es nachts, wenn der berufliche Lärm verstummt ist, dass sich Sorgen und Gedanken als nächtliche Dämonen in den Vordergrund drängen.
Das Ergebnis? Man wälzt sich im Bett, findet keinen klaren Abschluss für den Tag und startet mit verminderter Energie in den nächsten Morgen. Doch statt sich über das Grübeln zu ärgern, könnte es helfen, die Gedanken als Hinweis auf etwas Essenzielleres zu sehen.
Mögliche Ursachen
Warum treten gerade nachts diese Gedanken auf? Ursächlich können sein:
Hohe Verantwortung und das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen
Unausgesprochene Befürchtungen oder Konflikte
Unklare Ziele oder Prioritäten im Arbeitsalltag
Alte Glaubenssätze, die dazu führen, dass man sich ständig beweisen muss
Das Denken ist unser Begleiter, und um ehrlich zu sein, manchmal auch unser Gegner. Je mehr wir versuchen, diese Gedanken zu bekämpfen, desto hartnäckiger scheinen sie zu werden.
Ideen zum Umgang
Ein systemischer Ansatz betont die Balance zwischen innerer Achtsamkeit und praktischen Schritten. Anstelle von schnellen Lösungen wie „zähle Schafe“ oder „lass dir Lavendelöl vom Nachtisch wirken“, geht es darum, das Gedankenkreisen als Chance für Wachstum und Reflexion zu betrachten.
Gedanken akzeptieren
Anstatt gegen die kreisenden Gedanken anzukämpfen, können Sie versuchen, sie bewusst wahrzunehmen und die einzelnene Botschaften zu benennen. Meistens sind die zugrundeliegenden Probleme klar, machmal aber sind sie ein Hinweis auf ungelöste Themen oder Bedürfnisse, die im Alltag übergangen werden. Indem Sie den Gedanken benennen, haben sie ihn eingeordnet und schauen quasi von außen auf den Gedanken, anstatt der Gedanke "zu sein".
An diesem Punkt angekommen, kann ein kleiner Trick Wunder wirken und Ihnen zurück in den Schlaf helfen: Notieren Sie sich den Gedanken in ein kleines Notizbuch, dass auf dem Nachttisch für diesen Zweck bereitliegt. Damit signalisieren Sie Ihrem Unterbewusstsein: Alles OK, Gedanke erkannt! Ich kümmere mich! Kein Grund zu weiterer Unruhe!
Perspektiven wechseln
Ein Perspektivwechsel kann dabei helfen, festgefahrene Gedankenmuster zu durchbrechen. Überlegen Sie, wie ein neutraler Beobachter Ihre Situation bewerten würde. Was würde ein Freund oder jemand, der von außen auf Ihre Gedanken blickt, dazu sagen? Diese Methode, die oft auch im systemischen Coaching genutzt wird, kann dabei unterstützen, die eigene Situation aus einer anderen, vielleicht befreienderen Sichtweise zu betrachten.
Rituale etablieren
Rituale vor dem Schlafengehen können helfen, den Geist zur Ruhe zu bringen und den Übergang in die Nacht zu erleichtern. Eine Möglichkeit ist, eine „Gedanken-Abflugzone“ zu schaffen. Schreiben Sie beispielsweise fünf Minuten lang in ein Notizbuch, was Sie beschäftigt, oder führen Sie eine einfache Atem- oder Achtsamkeitsübung durch. Diese kleinen Rituale geben den Gedanken einen Platz und schaffen gleichzeitig eine beruhigende Atmosphäre, die das Einschlafen erleichtert.
Wirksame Hilfe
Es ist wichtig, einen Unterschied zwischen gelegentlichem Grübeln und einem tieferliegenden Muster zu erkennen, das regelmäßig die Nachtruhe stört. Systemisches Coaching kann hier eine enorme Unterstützung leisten.
Warum? Weil es nicht darum geht, den Schlaf „irgendwie hinzubekommen“, sondern gemeinsam an den zugrundeliegenden Dynamiken zu arbeiten. Meine ClientInnen berichten mir davon, wie wertvoll es für sie war, alte Denkmuster zu erkennen, Klarheit über priorisierte Ziele zu erhalten und letztlich herauszufinden, was sie wirklich stärkt.
Wenn auch Sie feststellen möchten, welche kleinen Impulse Ihre Gedanken ins Positive lenken können, melden Sie sich bei mir. Stärken wir gemeinsam Ihre Selbstwirksamkeit – für ruhigere Nächte und kraftvollere Tage.
Hallo, ich bin Erich Hartmann, langjähriger Top-Management-Berater und erfahrene internationale Führungskraft. Als zertifizierter Business Coach unterstütze ich ausgewählte Menschen, die in hoher Verantwortung stehen dabei, Ihre Leistungsfähigkeit zu stärken und insgesant zu mehr Zufriedenheit zu finden.
Wenn Sie für sich wirksame und konstruktive Wege suchen, um mit Ihrem Gedankenkreisen besser umzugehen, können wir gerne sprechen.